Imagination. Mit inneren Bildern arbeiten
Du hast schon viel nachgedacht und nachgelesen. Trotzdem bist du an einem Punkt, an dem du damit nicht mehr weiterkommst: Innere Bilder können dir einen anderen Zugang eröffnen: und das oft auch spielerisch und mit leiser Heiterkeit.
Zum Beispiel kann eine Seite von dir, die immer wieder ähnlich reagiert, eine Gestalt bekommen: Was erfährst du, wenn du sie dir als Gestalt vorstellst oder mit ihr ins Gespräch kommst? Dabei kannst du erkunden, was diese Seite beschäftigt und wie sie deine Reaktionen beeinflusst.
"Wieso Imagination und innere Bilder? - Ich will doch meine Wirklichkeit verändern und sie nicht schöndenken!?"
Was ist Imagination?
Wenn du dir einen vertrauten Menschen vorstellst, hast du vielleicht sein Gesicht vor Augen oder hörst seine Stimme. Auch wenn er gerade nicht da ist.
Wenn du an einen Waldspaziergang denkst, erinnerst du dich an den Geruch des Bodens oder das Rascheln unter deinen Füßen. Auch wenn du gerade nicht im Wald bist.
Du erlebst etwas in deiner Vorstellung. Diese Vorstellungskraft nennen wir Imagination. Was dabei entsteht, bezeichnen wir häufig als „innere Bilder“. Dieser Ausdruck umfasst aber mehr als das Sehen: Auch vorgestellte Klänge, Gerüche, Berührungen oder Bewegungen gehören dazu. Du musst also keine deutlichen Bilder vor deinem inneren Auge sehen können.
In der Beratung können wir diese Fähigkeit gezielt nutzen: Du lässt eine Vorstellung entstehen und nimmst wahr, was du dabei erlebst. Anschließend besprechen wir, was davon für dich und dein Anliegen wichtig ist.
Das ist doch nur ausgedacht!
Wie können innere Bilder helfen?
Schon die Vorstellung eines bevorstehenden Gesprächs kann dich anspannen. Die Erinnerung an einen vertrauten Ort kann ein Gefühl von Geborgenheit wecken. Was du dir vorstellst, kann Gefühle und körperliche Empfindungen auslösen.
Diese Verbindung kann in der Beratung genutzt werden: Eine vorgestellte Landschaft kann dir beispielsweise helfen, nach einer anstrengenden Beschäftigung mit einem Thema zur Ruhe zu kommen. Andere Bilder ermöglichen dir, dich etwas zuzuwenden, das dich im Alltag beschäftigt oder ihn bestimmt.
Da wäre zum Beispiel die eine Reaktion, die dich immer wieder einholt: Du wirst laut oder ziehst dich verletzt zurück, obwohl du anders reagieren wolltest. Das hast du dir schon 100 Mal vorgenommen!
In der Imagination kann die Seite von dir, die dann hervortritt, eine Gestalt bekommen. Du kannst ihr begegnen und sie näher kennenlernen. Dabei können Gefühle, Bedürfnisse oder Zusammenhänge spürbar werden, die dir bisher wenig zugänglich waren.
Dieser Kontakt kann sich über längere Zeit entwickeln. Du kannst der Gestalt in einer inneren Reise wiederbegegnen oder dich malend mit ihr beschäftigen. Nach und nach kann sich dadurch auch dein Verhältnis zu dieser meist ungeliebten Seite verändern.
Wie ich Imagination in der Beratung einsetze
Imagination kann im Alltag "einfach so" passieren. In der Beratung können wir uns bewusst Zeit dafür nehmen. Welchen Zugang ich dir vorschlage, hängt von deinem Anliegen und dem Verlauf unserer Gespräche ab.
Ich verwende Imagination in Form von:
- geführten inneren Phantasiereisen, beispielsweise um nach einer anstrengenden Arbeit zur Ruhe zu kommen.
- freien inneren Reisen und Dialogen, in denen du eigenen Bildern und Impulsen folgen und mit ihnen in Kontakt kommen kannst.
- Arbeit mit Teilpersönlichkeiten oder inneren Anteilen. Dabei kannst du einer Seite von dir eine Gestalt geben, ihr begegnen oder dich malend mit ihr beschäftigen.
Auch zur Entwicklung des inneren Beobachters setze ich imaginative Übungen ein. Dabei übst du, deine Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen wahrzunehmen und zugleich zu erleben: Sie gehören zu mir, und ich bin mehr als das, was mich gerade beschäftigt. Diese Haltung kann sich mit der Zeit und durch Übung entwickeln.
Ein wichtiges Anliegen ist mir, dass du erfährst, wie du Imagination, Phantasiereisen und innere Dialoge auch selbständig in deinem Alltag nutzen kannst.
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In einem kostenfreien Kennenlerngespräch kannst du mir erzählen, was dich beschäftigt, und Fragen zu meiner Arbeit stellen. Gemeinsam schauen wir, ob meine Begleitung zu deinem Anliegen passt.
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