Die Rose ist in der Psychosynthese ein zentrales Symbol innerer Entwicklung und Bestandteil einer klassischen Übung zur Selbstwahrnehmung.
Psychosynthese in Freiburg – Psychologische Begleitung nach Roberto Assagioli
Psychosynthese-Beratung für Menschen mit viel innerer Wahrnehmung. – Wenn innere Widersprüche dich lähmen und du spürst, dass etwas nicht mehr stimmig ist.
Psychosynthese ist eine psychologische Methode nach Roberto Assagioli für Menschen, die spüren, dass etwas in ihrem Leben nicht mehr stimmig ist – beruflich, privat oder innerlich.
Diese tiefenpsychologische Begleitung unterstützt dabei, innere Widersprüche zu verstehen und wieder einen eigenen Maßstab für Entscheidungen zu entwickeln.
Was ist Psychosynthese?
Psychosynthese ist ein psychologischer Ansatz für Menschen, die spüren, dass ihr Leben innerlich nicht mehr stimmig ist – beruflich, privat oder in wichtigen Entscheidungen. Oft ist nicht „ein Problem“ das Thema, sondern ein Gefühl von innerer Unklarheit, Zerrissenheit oder dem Verlust eines eigenen Maßstabs.
Psychosynthese geht davon aus, dass der Mensch mehr ist als seine Symptome oder Verhaltensmuster. Sie versteht innere Spannungen nicht als Störung, sondern als Ausdruck unterschiedlicher innerer Anteile, Bedürfnisse und Entwicklungsbewegungen. Diese inneren Stimmen bewusst wahrzunehmen und voneinander zu unterscheiden, ist ein zentraler Schritt zu Klarheit.
Ein wesentliches Element der Psychosynthese ist die Annahme, dass Orientierung nicht von außen vorgegeben werden kann. Menschen tragen die Fähigkeit zu Entwicklung, Sinn und Ausrichtung bereits in sich – auch dann, wenn der Zugang dazu zeitweise verloren scheint. Psychosynthese unterstützt dabei, diesen inneren Bezugspunkt wieder erfahrbar zu machen.
Dabei spielen Begriffe wie Teilpersönlichkeiten, Wille, Liebe und das höhere Selbst eine zentrale Rolle. Sie werden nicht als abstrakte Ideen verstanden, sondern als erfahrbare psychologische Dimensionen:
- der Wille als Fähigkeit zur bewussten Entscheidung,
- Liebe als verbindende und integrierende Kraft,
- und das höhere Selbst als inneres Ordnungsprinzip, das Sinn und Richtung ermöglicht.
Psychosynthese arbeitet deshalb nicht ausschließlich über Gespräch und Analyse. Innere Bilder, Imaginationen und erfahrungsbezogene Zugänge sind wesentliche Werkzeuge, um innere Zusammenhänge zugänglich zu machen, die sich mit rein rationalen Worten oft nur schwer erfassen lassen. Dieser Weg wirkt nach außen manchmal wie ein Umweg – ist aber häufig der direkteste Zugang zu nachhaltiger Veränderung.
Psychosynthese richtet sich an Menschen, die bereit sind, sich auf diesen Prozess einzulassen: mit Offenheit, Eigenverantwortung und der Bereitschaft, nicht sofort fertige Antworten zu erwarten, sondern innere Orientierung Schritt für Schritt entstehen zu lassen.
Manchmal beschreibt Literatur präziser als alle Fachbegriffe, worum es in innerer Entwicklung geht:
Die großen Geheimnisse sind keine Rätsel, für die es eine bestimmte Lösung gibt. Um in sie einzudringen, muss man sich von ihnen verwandeln lassen. (Michael Ende)

Wie ich mit Psychosynthese arbeite
In meiner Arbeit nutze ich Psychosynthese als einen klar strukturierten, zugleich offenen Rahmen, um innere Zusammenhänge sichtbar zu machen und tragfähige Entscheidungen vorzubereiten. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Lebenssituation: das, was im Alltag als Spannung, Unsicherheit, Entscheidungsblockade oder innere Unruhe spürbar wird.
Zu
Beginn
klären wir gemeinsam,
was dich aktuell beschäftigt – nicht nur auf der Sachebene, sondern auch innerlich. Dabei geht es darum,
wahrzunehmen, welche unterschiedlichen inneren Impulse
gleichzeitig wirksam sind: etwa der Wunsch nach Veränderung und zugleich nach Sicherheit, der Drang nach Ausdruck und gleichzeitig nach Rückzug.
Ein zentrales Element meiner Arbeit ist die Arbeit mit inneren Anteilen (Teilpersönlichkeiten). Diese inneren Stimmen werden nicht bewertet oder „wegtherapiert“, sondern bewusst unterschieden und in Beziehung zueinander gebracht. Dadurch entsteht Abstand, Orientierung und oft erstmals wieder Handlungsspielraum.
Ergänzend arbeite ich mit innerer Wahrnehmung, Imagination und inneren Bildern. Diese Zugänge helfen, innere Prozesse erfahrbar zu machen, die sich mit Worten allein oft nur schwer greifen lassen. Sie dienen nicht der Inszenierung, sondern der Klärung:
Was zeigt sich? Was trägt? Was blockiert? Wo liegt innere Zustimmung – und wo Widerstand?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Wille und Entscheidung. Psychosynthese fragt nicht nur nach Einsicht, sondern danach, wie innere Klarheit in konkrete Schritte im Alltag übersetzt werden kann. Entscheidungen entstehen dabei nicht aus Druck oder Anpassung, sondern aus innerer Stimmigkeit und Verantwortung.
Die Arbeit ist dialogisch, strukturiert und immer an deine Lebensrealität angebunden. Je nach Anliegen erfolgt sie punktuell oder über einen längeren Zeitraum. Ziel ist nicht Selbstoptimierung, sondern Orientierung: wieder einen eigenen inneren Maßstab zu entwickeln, der trägt – auch in komplexen Situationen.
Warum Psychosynthese heute sinnvoll ist
Viele Menschen erleben ihr Leben heute als dicht, widersprüchlich und schwer überschaubar. Die Anforderungen sind hoch, die Erwartungen vielfältig, Entscheidungen müssen getroffen werden – oft, obwohl innere Klarheit fehlt oder unterschiedliche innere Stimmen gleichzeitig nach Gehör verlangen.
In solchen Situationen greifen rein funktionale Lösungsansätze häufig zu kurz. Sie zielen auf Anpassung, Optimierung oder schnelles Funktionieren, ohne der inneren Komplexität gerecht zu werden. Was dabei verloren geht, ist der eigene Maßstab: die Frage, was für mich stimmig ist – jenseits äußerer Erwartungen.
Psychosynthese setzt an einer anderen Stelle an. Sie nimmt Ambivalenz ernst und versteht innere Widersprüche nicht als Defizit, sondern als Ausdruck realer innerer Prozesse. Statt vorschnell zu vereinfachen, schafft sie Raum, innere Spannungen zu klären und Orientierung von innen heraus wiederzufinden.
Gerade in Übergangsphasen – wenn alte Orientierungen nicht mehr tragen und neue noch nicht klar sind – kann dieser Ansatz helfen, innere Klarheit mit Verantwortung zu verbinden. Psychosynthese fragt nicht nur, was wahrgenommen wird, sondern auch, welche Schritte daraus folgen können, ohne sich selbst zu übergehen.

Für wen Psychosynthese hilfreich ist – und für wen nicht
Psychosynthese richtet sich an Menschen, die bereit sind, sich differenziert mit ihrer inneren Situation auseinanderzusetzen. Besonders hilfreich ist sie für Personen in Übergangs-, Klärungs- oder Entscheidungssituationen, die spüren, dass äußere Anforderungen und innere Stimmigkeit zunehmend auseinanderfallen.
Sie eignet sich für Menschen,
- die viel wahrnehmen und innere Spannungen ernst nehmen möchten,
- die nicht nur Symptome oder einzelne Probleme lösen wollen, sondern verstehen möchten, worum es innerlich geht,
- die bereit sind, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen, auch wenn der Weg nicht sofort klar ist,
- die Offenheit für innere Wahrnehmung, Reflexion und erfahrungsbezogene Zugänge mitbringen.
Psychosynthese ist weniger geeignet für Menschen,
- die schnelle Lösungen oder klare Handlungsanweisungen erwarten,
- die Veränderung vor allem als Leistungs- oder Effizienzsteigerung verstehen,
- die innere Prozesse ausschließlich rational erklären möchten,
- oder die sich aktuell in einer akuten psychischen Krise befinden, die eine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung erfordert.
Psychosynthese wurde von Roberto Assagioli ursprünglich als umfassender psychologischer Ansatz entwickelt und ist in einigen Ländern bis heute als psychotherapeutisches Verfahren anerkannt. Im deutschsprachigen Raum wird sie derzeit überwiegend im Kontext von Beratung, Coaching und Bildungsarbeit angewendet.
Ich selbst biete
keine Psychotherapie an. Meine Arbeit versteht sich als
psychologische Begleitung zur Klärung, Orientierung und Entscheidungsfindung in Lebens- und Übergangssituationen. Sie richtet sich an Menschen, die sich mit inneren Prozessen auseinandersetzen möchten, ohne einen therapeutischen Behandlungsrahmen in Anspruch zu nehmen.
Psychosynthese & Kritik – sachlich eingeordnet

Psychosynthese ist kein unumstrittener Ansatz. Kritik bezieht sich unter anderem auf Fragen der wissenschaftlichen Anerkennung, auf die Nähe zu spirituellen Konzepten sowie auf Unterschiede in Ausbildungswegen und Anwendungsformen. Diese Einwände sind ernst zu nehmen und verdienen eine differenzierte Betrachtung.
Gleichzeitig greifen pauschale Bewertungen zu kurz. Viele zentrale Elemente der Psychosynthese – etwa die Arbeit mit inneren Anteilen, bewusste Selbstwahrnehmung, Imagination oder die Bedeutung von Wille und Entscheidung – sind heute in unterschiedlichen psychologischen Schulen etabliert und empirisch erforscht. In diesem Sinn steht Psychosynthese nicht außerhalb moderner Psychologie, sondern hat Entwicklungen vorweggenommen, die später breiter rezipiert wurden.
Historisch wurde Psychosynthese von Roberto Assagioli als umfassender psychologischer Ansatz konzipiert, der persönliche Entwicklung, Sinnfragen und Verantwortung miteinander verbindet. International ist sie bis heute in unterschiedlichen institutionellen Kontexten verankert; im deutschsprachigen Raum wird sie derzeit vor allem in Beratung, Coaching und Bildungsarbeit angewendet.
Entscheidend ist weniger die Etikettierung des Ansatzes als seine verantwortungsvolle Anwendung. Psychosynthese verlangt eine klare professionelle Haltung, fundierte Ausbildung, kontinuierliche Reflexion und eine transparente Abgrenzung des jeweiligen Arbeitsrahmens. Wo diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann sie Menschen in komplexen Lebens- und Übergangssituationen wirksam unterstützen.
Eine ausführliche Einordnung findest du auf der Seite
Psychosynthese – Kritik & Einordnung.
Qualifikation und Ausbildungsrahmen
Meine Arbeit basiert auf einer mehrjährigen Ausbildung in Psychosynthese, die Theorie, Selbsterfahrung, praktische Arbeit und Supervision miteinander verbindet. Psychosynthese wird nicht als Technik vermittelt, sondern als ein anspruchsvoller psychologischer Ansatz, der persönliche Reife, fachliche Reflexion und verantwortungsvolle Anwendung voraussetzt.
Die Ausbildung erfolgt in der Regel über mehrere Jahre und umfasst:
- die Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen der Psychosynthese,
- intensive Selbsterfahrung, insbesondere in der Arbeit mit inneren Anteilen, Imagination und Willensprozessen,
- begleitete Praxisarbeit sowie kontinuierliche Supervision.
Meine Ausbildung habe ich am Psychosynthesehaus Allgäu-Bodensee absolviert, das Teil eines internationalen Netzwerks von Ausbildungsinstituten ist. Fachlich ist Psychosynthese unter anderem über die European Psychosynthesis Association sowie nationale Fachgesellschaften wie die Deutsche Psychosynthese-Gesellschaft.
Mit meiner Ausbildung bin ich berechtigt, Selbsterfahrungsstunden für Teilnehmer:innen der Psychosynthese-Ausbildung am Psychosynthesehaus Allgäu-Bodensee anzubieten. Diese Arbeit erfolgt innerhalb eines klar definierten Ausbildungs- und Supervisionsrahmens.ernetzt.
Unabhängig von institutionellen Unterschieden steht für mich die verantwortungsvolle Anwendung im Vordergrund: klare Absprachen, transparente Rahmenbedingungen, kontinuierliche Reflexion und eine Arbeit, die dem inneren Prozess der begleiteten Person angemessen ist.
Psychosynthese in meinen Angeboten – konkret angewendet
Psychosynthese bildet den fachlichen Rahmen meiner Angebote. Sie zeigt sich nicht als isolierte Methode, sondern als innere Arbeitsweise, die Wahrnehmung, Klärung und Entscheidung miteinander verbindet.
In der Standortbestimmung wird Psychosynthese genutzt, um innere Spannungen, widersprüchliche Impulse und unklare Entscheidungsfragen sichtbar zu machen. Durch gezielte Fragen und erste erfahrungsbezogene Zugänge entsteht ein realistisches Bild der aktuellen inneren Situation.
In der Einzelbegleitung vertieft sich dieser Prozess. Hier arbeite ich mit der differenzierten Wahrnehmung innerer Anteile, mit Imaginationen sowie mit der bewussten Klärung von Willens- und Entscheidungsfragen. Ziel ist es, innere Orientierung schrittweise in konkrete Schritte im Alltag zu übersetzen.
In der Reise zur inneren Klarheit wird Psychosynthese in einer klar strukturierten, zeitlich begrenzten Begleitung erfahrbar. Die Arbeit folgt einer inneren Dramaturgie: vom Innehalten über das Erkennen zentraler innerer Bewegungen bis hin zur bewussten Ausrichtung und Umsetzung im Leben. Innere Bilder, kreative Zugänge und Selbstreflexion zwischen den Terminen vertiefen den Prozess.
Im Seminar „Hören & gehört werden“ wird Psychosynthese in einem gruppenbezogenen Rahmen erlebbar. Innere Wahrnehmung, Selbstausdruck und Beziehung werden hier miteinander verbunden – unter anderem durch achtsames Hören, Dialog und Musik als Resonanzraum.
Welche Form sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Anliegen ab. Ein erstes Gespräch kann helfen zu klären, welcher Einstieg im Moment passend ist.
Wer arbeitet sonst noch mit Psychosynthese?
Psychosynthese ist ein international entwickelter psychologischer Ansatz, der in unterschiedlichen Ländern und Kontexten weitergeführt wird. Ausbildungsinstitute und Fachgesellschaften stehen dabei in fachlichem Austausch und reflektieren Theorie, Praxis und ethische Standards kontinuierlich.
Meine Ausbildung in Psychosynthese erfolgte im Kontext des Psychosynthesehaus Allgäu-Bodensee, das Teil dieses internationalen Netzwerks ist. Die dortige Arbeit verbindet fundierte theoretische Grundlagen mit intensiver Selbsterfahrung, Praxisarbeit und Supervision.
Meine Lehrerinnen und Lehrer am Psychosynthesehaus Allgäu-Bodensee waren:
- Ulla Pfluger-Heist
- Gertraud und Karlheinz Reichert
- Karl Winter
Weiterführende Informationen zur Psychosynthese im deutschsprachigen und internationalen Kontext finden sich unter anderem bei folgenden Fachgesellschaften und Instituten:
- Deutsche Psychosynthese-Gesellschaft
- European Psychosynthesis Association EPA
- Psycosynthesis Trust (von Roberto Assagioli gegründet)
- Istituto di Psicosintesi, Rom (Gegründet von Robert Assagioli)
- The Institut of Psychosynthesis, London (von Roberto Assagioli mitgegründet)

